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paar tage im rheinland

nach diversen verschiebungen wegen keiner zeit und liebem besuch im sommer schaffte ich es vorletzte woche also doch noch, mal ins rheinland zu fahren.

das schlotz


der ort, aus dem ich komme, hat neben einer fabrik, die die luft mit schwefeldämpfen verpestet (aber die haupt-arbeitgeberin in der gegend ist), sowie einem durch rtl-berichterstattung noch mehr geschädigten ruf so einiges an weinbergen und vor allem viel wald zu bieten.

durch diese hohle gasse ...


besonders der teil des waldes, der zum schloss gehört, ist herrlich verwildert, weil die letzten jahrzehnte niemand das geld hatte, ihn zu pflegen – ein umstand, den ich persönlich eher angenehm finde, denn aufgeräumte wälder gibt es nu wirklich genug.

inzwischen wurde das schloss an privatinvestoren verkauft ... das kann sich als prima erweisen, damit das gemäuer nicht irgendwann doch noch völlig zusammenfällt, das kann aber auch schlecht sein, wenn die käufer der meinung sind, dass schloss und umgebung ein bisschen sehr schnieke hergerichtet werden sollen, damit irgendwelche seminar-teilnehmerInnen sowie die geplante event-gastronomie nicht der ungeordnete schlag trifft. wir werden's erleben.

abgesehen voll all dem war ich ziemlich gut gelaunt, als ich vorletzten donnerstag durch die weinberge und den wald lief, hatte ich doch offensichtlich den letzten wirklich warmen tag des jahres erwischt, an dem ich - lediglich mit t-shirt und dünner hose bekleidet - ziemlich ins schwitzen geriet und befürchten musste, mir einen sonnenbrand zu holen.

huiiii!schade, dass ich keine eidechsen sah; früher saßen die immer auf den schiefer-mauern, mit denen der weinberg am hang gestützt wird, und sonnten sich; auch ganze häute von frisch regenerierten ringelnattern hatten wir dort schon aus den schieferritzen gezogen. vielleicht habe ich einfach ein bisschen zu laut geschnauft nach dem aufstieg, grins.

ansonsten war dieser besuch eher geprägt von alten geschichten aus den familien väterlicher- und mütterlicherseits ... sehr spannend, das, und sehr erhellend.

wie immer bleibt das alles ein bisschen zwiespältig für mich. ich fahre gerne dorthin (und erst recht, nachdem ich das ganze grünzeug um den ort rum neu für mich entdeckt habe), aber inzwischen bin ich doch ein bisschen zu sehr das stadt-leben gewöhnt, als dass ich mich länger als ein paar tage dort wohl fühlen könnte. andererseits: das ist wohl insbesondere für orte, die zu vertraut sind, weil eins dort aufgewachsen ist, nicht wirklich was besonderes.

na also, der rhein mit bäumen. grins.
4.11.06 12:29


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