weblog
Stoppt die Vorratsdatenspeicherung! Jetzt klicken & handeln!Willst du auch bei der Aktion teilnehmen? Hier findest du alle relevanten Infos und Materialien:

NAVIGIEREN




potsdam und andere nettigkeiten

jetzt mal der nachtrag zu potsdam - jessas, das ist schon wieder so lange her und seitdem ist schon wieder so viel passiert, aber egal.

am vorletzten donnerstag schwangen sich die liebste und ich in die s-bahn und fuhren also nach potsdam, wo wir vor allem nachts im park von sanssouci rumstrolchen wollten. genau das haben wir dann nicht getan, weil wir abends entweder zu fertig waren oder wallace und gromit liefen im fernsehen oder beides. außerdem war's neumond und damit stockduster, also haben wir diesen besuch auf das nächste mal verschoben.

weil das wetter so schlecht war, hatten wir ja generell erstmal bedenken, überhaupt zu fahren, aber der drang nach tapentenwechsel war stärker und so galt die (schon bei luna geäußerte) devise: wir fahren da hin, und wenn wir zurück schwimmen!

das wetter war dann doch besser als erwartet und wir konnten bei sonne durch die "russische kolonie alexandrowka" schlendern. allerdings hat mir das nicht so gut gefallen ... die straßen wie geleckt, die an sich schönen blockhäuser direkt an die straße geklatscht und davor dann am end irgend so'n mercedes ... ich fand das nicht sehr stimmig.

weiter gings in den neuen garten, in dem die kastanie steht, deren bild ich schon weiter unten (jaaa, ok, etwas verfremdet) veröffentlicht habe. im park gibt es u.a. so nette gebäude wie das "grüne haus" am rand des sees und die "gotischen bibliothek" auf der anderen seeseite. klar, es war feiertag und der park wurde von horden von touris überrannt, also verschwanden wir von dort (können wir uns ja auch nochmal wann anders in ruhe angucken; potsdam ist ja nu wirklich nicht weit weg von berlin).

im holländischen viertel (viele gleichgebaute rote klinkerhäuschen an kopfsteinpflasterstraßen) saßen wir dann in einem café namens lapis lazuli, das auch leckere sachen zu essen und selbstgemachte limonade anbietet; beides wärmstens zu empfehlen!

freitags stürmten wir dann den wochenmarkt (lecker salami etc.), bevor wir selbstvergessen ziemlich viel zeit in einem verdammt gut sortierten und preiswerten buch-antiquariat verbrachten - da war ich nicht das letzte mal! die ausbeute verdoppelte fast das gewicht meines gepäcks ... grins.

der anschließende stadtbummel führte uns auch am nauener tor vorbei. die liebste wusste zu erzählen, dass die bevölkerung von potsdam nicht sonderlich begeistert ist vom neuen - nennen wir es mal taubengrauen - anstrich des stadttores, welcher das ganze gebäude ein bisschen aussehen lässt wie eine schlechte kulisse, am end noch aus lego gebaut ... dem argument, man habe sich bei der restauration des tores an die ursprungsfarbe gehalten, wird entgegengestellt, dass da wohl jemand die ursprungsfarbe mit der ursprungs-vorstreichfarbe verwechselt hätte ... öhäm. in der tat nimmt sich dieses - nennen wir es mal modellbauteilchen-grau - ziemlich seltsam aus.

potsdam ist die ausweichstelle für viele, denen berlin zu lärmig und zu vollgestopft ist ... dabei handelt es sich vielfach um menschen, die zwar geld haben, aber ihren geschmack (zumindest nach meinem empfinden) irgendwo auf dem weg von hier nach dort verloren haben. in manchen straßenzügen wird auf eine (nicht selten fast schon wieder rührend unbeholfene) art und weise mit architektur, vorgärten und den offensichtlich unvermeidlichen blumenkübeln vor dem eingang geprotzt, dass sich mir teilweise ziemlich die zehennägel hochrollten, bis sie nicht mehr weiter konnten.
tut mir jetzt leid, wenn sich jemand auf den schlips getreten fühlt, aber ich kann das einfach nicht so ab.

dafür gibt es dann aber auch wieder viertel, die mir gut gefallen: da stehen diese meist nicht höher als zweistöckigen, leicht krummen und verwinkelten häuschen (für deren stil es auch einen bestimmten namen gibt, den ich leider schon wieder vergessen habe), die mir schon in brandenburg an der havel so gut gefallen haben.

ok, das war eine stippvisite von zweieinhalb tagen, bei der es uns vor allem darum ging, uns auszuruhen. es gibt bestimmt noch viel zu sehen in potsdam und das nächste mal nehmen wir die räder mit. ab der glienicker brücke muss es einen ziemlich schönen weg durch die felder bis rein in die stadt geben.

ich glaube, die andere nettigkeit muss jetzt erstmal warten.

potsdam


:°)
3.6.06 17:14


 [eine Seite weiter]

LINKS

Gratis bloggen bei
myblog.de